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Stellungnahme zur Gentherapie-Berichterstattung

Gentherapiestudie bei Wiskott-Aldrich-Syndrom

Die Berichterstattung des SZ Magazins vom 22.04.2016 unter der Überschrift "Arzt ohne Grenzen" stellt eine enorme Verunsicherung des Vertrauens der Bevölkerung in die Arbeit eines Arztes dar, der gemeinsam mit einem hochqualifiziertem Team und unter Einhaltung strenger ethischer Maßstäbe an einem  Projekt arbeitet, das für zukünftige Behandlung von Kindern mit dem lebensbedrohenden Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS) von größter Bedeutung ist.


Das LMU-Klinikum und die an den klinischen Studien Beteiligten stellen sich aus ihrer Verantwortung heraus einer kritischen öffentlichen Diskussion. Deshalb wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren viele Fragen der Redaktion der Süddeutschen Zeitung umfassend beantwortet. Dennoch leitet die Berichterstattung des SZ-Magazins die öffentliche Diskussion nicht auf einer objektiven Tatsachengrundlage ein, sondern weckt mit mehreren unzutreffenden und verzerrten Darstellungen die Emotionen gegen die betroffenen Ärzte und Wissenschaftler.

Es ist erforderlich, den sehr komplexen Sachverhalt der Berichterstattung in den nächsten Wochen zu klären. Dazu beauftragt das Klinikum der Universität München die Kommission zur Selbstkontrolle in der Wissenschaft an der Medizinischen Fakultät der LMU. Im Fokus wird dabei die Nachsorge der Patienten in München stehen, da das LMU-Klinikum die Studie nach Prüfung aus Hannover übernommen hat, wo die eigentliche Gentherapie stattgefunden hatte. Nachdrücklich wird darum gebeten, das Ergebnis dieses Klärungsprozesses abzuwarten und keine Vorverurteilungen im Interesse von Patienten und ihren Familien, eines wichtigen medizinischen Projekts, aber auch zum Schutz der Persönlichkeit von Prof. Dr. Klein und des wissenschaftlichen Teams vorzunehmen. 

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